Österreichischer
Krebsreport

Sachlich. Fundiert. Unabhängig.
Eine Initiative der
Österreichischen Krebshilfe
und der
Österreichischen Gesellschaft für Hämatologie & Medizinische Onkologie

Jedes Jahr erkranken in Österreich über 44.000 Menschen an Krebs, rund 440.000 Personen leben mit einer Krebsdiagnose, Tendenz steigend. Die Behandlung von Krebs ist hochkomplex, sehr dynamisch und erfordert das Zusammenspiel vieler Disziplinen und aller Ebenen des Gesundheitssystems. Die Krebsversorgung muss daher laufend an die wachsende Zahl an Patient:innen und den medizinischen Fortschritt angepasst werden. Angesichts gleichzeitig bestehender Ressourcenengpässe bedarf es großer Anstrengungen, um die Versorgung von Menschen mit Krebs in Österreich auf hohem Niveau aufrecht zu erhalten.

Vor diesem Hintergrund liefert der Österreichische Krebsreport Daten und Fakten zur Krebsversorgung in Österreich und bietet damit eine Grundlage für informierte Entscheidungen zur Krebsversorgung in Österreich. Damit möchten die Österreichische Krebshilfe und die Österreichische Gesellschaft für Hämatologie und Medizinische Onkologie dazu beitragen, die Krebsversorgung in Österreich auch in Zukunft auf hohem Niveau zu sichern.

Grußwort

Jede dritte Person über 75 erhält eine Krebsdiagnose. Krebs ist eine der größten gesundheitlichen Herausforderungen unserer Zeit – und betrifft ältere Menschen besonders häufig. Eine alternde Gesellschaft braucht daher eine Gesundheitspolitik, die ihre besonderen Bedürfnisse bei der Versorgung in den Mittelpunkt stellt. Entscheidend ist, dass Informationen verständlich, Angebote niederschwellig und Untersuchungen unabhängig von Mobilität, Einkommen oder Versicherung zugänglich sind.

Birgit Gerstorfer, MBA
Präsidentin Österreichischer Seniorenrat und ­Pensionistenverband Österreichs

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Vorwort der Herausgeber

Krebserkrankungen betreffen überwiegend ältere Menschen – und ihre Zahl steigt. Die Zahl älterer Menschen mit Krebs wird sich von 2013 bis 2040 mehr als verdoppeln und 2040 werden >75% aller Krebspatient:innen ≥65 Jahre sein. Mit zunehmendem Alter nimmt die Komplexität therapeutischer Entscheidungen wegen zusätzlicher Erkrankungen und Medikamente zu. Gleichzeitig zeigt sich, dass auch ältere Patient:innen in Österreich von modernen onkologischen Therapien profitieren und Überlebensgewinne erzielen. Eine differenzierte, datenbasierte Betrachtung der Versorgungsrealität ist daher unerlässlich.

Univ.-Prof. Dr. Wolfgang Hilbe, Univ.-Prof. Dr. Ewald Wöll, Univ.-Prof. Dr. Paul Sevelda

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Krebserkrankungen bei älteren Menschen 

Wie wirkt moderne Krebsmedizin im höheren Lebensalter? Basierend auf österreichweiten Versorgungsdaten zeigt die vorliegende Analyse die Häufigkeit von Krebserkrankungen bei älteren Menschen, den Zugang zu modernen Therapien und die Entwicklung der Überlebensraten der letzten Jahre. Ein besonderer Fokus liegt auf der Frage, ob ältere Krebspatient:innen im gleichen Maße von innovativen Therapien profitieren wie jüngere. Zusätzlich werden Therapieansätze und Behandlungsstrategien hervorgehoben, die für diese zunehmend wachsende Patientengruppe von besonderer Bedeutung sind. Die Ergebnisse liefern wertvolle Erkenntnisse für die Versorgung älterer Krebspatient:innen in Österreich.

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Herausforderungen und Perspektiven 

Alter ist in der Onkologie kein einheitliches Konzept. Während das kalendarische Alter wenig über Therapiefähigkeit aussagt, sind biologische, funktionelle und psychosoziale Faktoren entscheidend. Krebs im höheren Lebensalter stellt spezifische Herausforderungen, die die moderne geriatrische Onkologie zu adressieren versucht. Der Fokus liegt dabei auf der Frage, wie innovative Ansätze der geriatrischen Onkologie die Behandlung und Lebensqualität älterer Patient:innen verbessern können.

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Krebstherapie bei Patient:innen mit Vorerkrankungen

Vorerkrankungen sind bei älteren Krebspatient:innen die Regel, nicht die Ausnahme. Komorbiditäten beeinflussen Therapieauswahl, Verträglichkeit und Prognose maßgeblich. Onkologische Behandlungen müssen unter Berücksichtigung von Begleiterkrankungen individuell und sicher angepasst werden, um den bestmöglichen Therapieerfolg zu erzielen.

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Polypharmazie bei Krebspatient:innen in Österreich

Viele Krebspatient:innen nehmen gleichzeitig mehrere Medikamente ein. Polypharmazie erhöht das Risiko für Wechselwirkungen, Nebenwirkungen und Therapieabbrüche – insbesondere im höheren Lebensalter. Die Relevanz des Problems wird anhand österreichischer Daten aufgezeigt, während praxisnahe Lösungsansätze zur sicheren onkologischen Therapie entwickelt werden.

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Kommunikation bei älteren Menschen mit Krebserkrankung

Gute Krebsversorgung beginnt mit guter Kommunikation. Gerade bei älteren Menschen sind verständliche Informationen, realistische Zielklärung und ein sensibler Umgang mit individuellen Bedürfnissen entscheidend. Ärztliche Gespräche beeinflussen maßgeblich Therapieentscheidungen, Adhärenz und Lebensqualität und tragen somit entscheidend zur optimalen Versorgung bei.

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Überlegungen zum Screening bei älteren und alten Menschen

Die Begriffe „Screening“, „Vorsorge“ und „Früherkennung“ werden im Alltag oft synonym verwendet, dabei haben sie unterschiedliche Bedeutungen. Die Unterscheidung dieser Begriffe ist entscheidend, um die Rolle von Screening und Früherkennung bei älteren Menschen richtig einzuordnen und fundierte Entscheidungen über die Krebsfrüherkennung zu treffen.

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Krebshilfe-Spectra-Studie 2025: Vorsorgeverhalten von Älteren

Wie nutzen ältere Menschen in Österreich Angebote der Krebsfrüherkennung? Die Krebshilfe-Spectra-Studie 2025 untersucht erstmals differenziert das Vorsorgeverhalten von Personen ab 60 bzw. 70 Jahren und zeigt, welche Untersuchungen in Anspruch genommen werden, wo Informationslücken bestehen und welche Unterschiede zwischen Altersgruppen erkennbar sind.

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Zervixkarzinom-Früherkennung 2025

Die Früherkennung des Zervixkarzinoms steht in Österreich vor einem grundlegenden Wandel. Ein organisiertes Screening mit HPV-Test soll in Zukunft flächendeckend durchgeführt werden. Die Vorteile eines solchen Programms und die notwendigen Schritte für eine qualitätsgesicherte Umsetzung werden dabei klar aufgezeigt.

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Aktuelle epidemiologische Situation des Prostatakarzinoms in Österreich sowie wesentliche Aspekte zur Früherkennung

Das Prostatakarzinom ist die häufigste Krebserkrankung des Mannes in Österreich. Inzidenz und Mortalität entwickeln sich unterschiedlich. Der Beitrag ordnet aktuelle Zahlen aus Österreich ein und beleuchtet zentrale Fragen der Früherkennung.

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Mut zum Gespräch – und zur Investition in Palliative Care

Palliative Care ist ein integraler Bestandteil moderner Krebsversorgung. Die Aufgaben und Wirkungen palliativer Betreuung werden detailliert beschrieben, ebenso die rechtlichen Instrumente der Selbstbestimmung. Frühzeitige Gespräche über Ziele, Wünsche und Prioritäten im Krankheitsverlauf spielen eine zentrale Rolle für eine individuell abgestimmte Versorgung.

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Ergebnisse des Österreichischen Onkologie Forums

Das Österreichische Onkologie Forum bildet den aktuellen Status quo der onkologischen Versorgung in Österreich ab. Der Beitrag stellt zentrale Ergebnisse vor und zeigt, welche Entwicklungen und Herausforderungen sich daraus für zukünftige Versorgungsstrategien ergeben, die gemeinsam mit den maßgeblichen Akteur:innen des Gesundheitssystems aktiv weiterentwickelt werden sollen.

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Highlightbericht klinische Forschung

Klinische Forschung ist ein zentraler Treiber des Fortschritts in der Onkologie. Der Highlightbericht stellt ausgewählte Entwicklungen der klinischen Krebsforschung vor und ordnet ihre Bedeutung für Therapieentscheidungen und zukünftige Versorgung ein. Kleiner Teasertipp: Es gibt auch Fortschritte abseits klassischer Krebsmedikamente. 

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Themenmonitor

Was wurde aus …? 

Der Österreichische Krebsreport versteht sich nicht nur als Bestandsaufnahme, sondern als Instrument zur Weiterentwicklung der Versorgung. Der Themenmonitor greift zentrale Fragestellungen früherer Ausgaben auf und zeigt, wie sich Entwicklungen rund um Berufsprofile, Versorgungsstrukturen und gesundheitspolitische Rahmenbedingungen weiterentwickelt haben – und wo Handlungsbedarf besteht. 

Aktuelle Updates finden Sie hier zu folgenden Themen:

 

Versorgung älterer und alter Patient:innen – Kernaufgabe einer zukunftsfähigen Onkologie

Die Versorgung älterer und alter Menschen mit Krebs erfordert klare Prioritäten. Fachgesellschaften beantworten drei zentrale, versorgungsrelevante Fragen und zeigen, welche Herausforderungen und Handlungsfelder sie für eine zukunftsfähige Onkologie sehen.

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